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Hamburg
St. Georg
Am Borgesch
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Noch vor dem großen Hamburg Brand kaufte Carl de Boor (1810-1853)
das Haus am Borgesch - in der Nähe der St. Georg Kirche. Die Gegend
lag außerhalb der Hamburger Altstadt und war spärlich bebaut.
Carl de Boor wohnte hier mit seiner Frau Auguste und fünf Kindern,
ehe 1844 auch noch die Schwägerin mit zwei Kindern hinzukam.
" ... sie wohnten am Borgesch in der Nähe der St. Georgkirche.
Wenn ich mich recht erinnere waren dort zwei einstöckige Häuser unter
einem Dach mit einem großen Hintergarten." notiert Albert de Boor
in seinen Jugenderinnerungen und die Ehefrau eines der fünf Kinder
hält später fest:
"Den Vater hat er kaum gekannt, war bei seinem Tode erst 5 Jahre
alt, die Mutter verlor er in seinem 14. Lebensjahr. Nach ihrem Tode wurde
das Familienhaus samt allem Inventar einer reichen Haushaltung und dem
Großen Garten, dem Paradies seiner Kinderjahre, aufgegeben, weil
der Vormund der Kinder, die Verwaltung müde war und den Verkauf so
eilig wie möglich betrieb und zwar rücksichtslos zu einem Spottpreis;
später hätte man Millionenwerte daraus lösen können,
als die Stadt Hamburg auf diesem wertvollen Grundstück, in bester
Lage, ein ganzes Häuserviertel entstehen ließ."
In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts überließ die Stadt
die Grundstücke der "Hanseatischen Baugesellschaft", die
sie dafür erschloß und die bisherigen Bewohner der Gegend vertrieb.
Der Straßenzug "Borgesch" existiert noch heute.
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