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Die Patriotische
Gesellschaft von 1765
Haus der Patriotischen
Gesellschaft von 1765
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In der Mitte des 18. Jh. vollzog sich ein Wandel in der Gesellschaft.
An vielen Orten entstanden soziale, wissenschaftliche und kulturelle
Zirkel oder Vereinigungen, in denen sich Bürger aus allen Schichten
zusammenfanden. Waren es bisher nur einige vermögende Kaufleute, die
sich großzügig um die Armenversorgung und den Hilfebedürftigen
kümmerten, organisierte jetzt eine weitaus breitere Schicht den Aufbau
und die Unterstützung sozialer Einrichtungen. Das Ziel das Gemeinwohl
zu fördern, erfasste nun auch Gelehrte, Juristen und andere einflussreiche
Bürger aus der Gesellschaft. Von jedem Bürger wurde erwartet, dass er
sich nach besten Kräften in den Dienst der Stadt stellte.
Aus einem dieser losen Kreise, die sich mit Fragen der Aufklärung
auseinander setzten, entstand 1765 die "Hamburgische Gesellschaft zur
Beförderung der Künste und der nützlichen Gewerbe".
Unter Johann Georg Büsch (1728-1800), Hermann Samuel Reimarus (1694-1768)
und dessen Sohn Johann Albert Heinrich Reimarus (1729-1814) versammelte
sich eine Schar von einflussreichen Persönlichkeiten, mit dem Ziel
die Lebensverhältnisse, den Schutz vor Krankheiten, das Schulwesen
sowie Kunst, Handel und Gewerbe in der Stadt zu verbessern.
Viele dieser Denkanstöße hatten unmittelbar Einfluss auf
die weitere Entwicklung Hamburgs.
Zu den Gründungsmitgliedern der Patriotischen Gesellschaft von
1765 - sie existiert noch heute - gehörte auch Johann Friedrich
de Boor [ ],
Sohn eines Hamburger Weinverlassers und gerade einmal 24 Jahre alt.
An älteren Archivarien besitzt die Gesellschaft leider nur noch
das "Subscriptions-Buch", das seit der Gründung geführte Mitgliederverzeichnis,
so dass das Wirken des jungen Mannes im Dunkeln bleibt.
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