02.03.2003 14:38
   
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Die Patriotische
Gesellschaft von 1765



Haus der Patriotischen
Gesellschaft von 1765



In der Mitte des 18. Jh. vollzog sich ein Wandel in der Gesellschaft. An vielen Orten entstanden soziale, wissenschaftliche und kulturelle Zirkel oder Vereinigungen, in denen sich Bürger aus allen Schichten zusammenfanden. Waren es bisher nur einige vermögende Kaufleute, die sich großzügig um die Armenversorgung und den Hilfebedürftigen kümmerten, organisierte jetzt eine weitaus breitere Schicht den Aufbau und die Unterstützung sozialer Einrichtungen. Das Ziel das Gemeinwohl zu fördern, erfasste nun auch Gelehrte, Juristen und andere einflussreiche Bürger aus der Gesellschaft. Von jedem Bürger wurde erwartet, dass er sich nach besten Kräften in den Dienst der Stadt stellte.

Aus einem dieser losen Kreise, die sich mit Fragen der Aufklärung auseinander setzten, entstand 1765 die "Hamburgische Gesellschaft zur Beförderung der Künste und der nützlichen Gewerbe".
Unter Johann Georg Büsch (1728-1800), Hermann Samuel Reimarus (1694-1768) und dessen Sohn Johann Albert Heinrich Reimarus (1729-1814) versammelte sich eine Schar von einflussreichen Persönlichkeiten, mit dem Ziel die Lebensverhältnisse, den Schutz vor Krankheiten, das Schulwesen sowie Kunst, Handel und Gewerbe in der Stadt zu verbessern.
Viele dieser Denkanstöße hatten unmittelbar Einfluss auf die weitere Entwicklung Hamburgs.

Zu den Gründungsmitgliedern der Patriotischen Gesellschaft von 1765 - sie existiert noch heute - gehörte auch Johann Friedrich de Boor [zum Stammbaum des Johann Friedrich de Boor], Sohn eines Hamburger Weinverlassers und gerade einmal 24 Jahre alt. An älteren Archivarien besitzt die Gesellschaft leider nur noch das "Subscriptions-Buch", das seit der Gründung geführte Mitgliederverzeichnis, so dass das Wirken des jungen Mannes im Dunkeln bleibt.

 
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