04.11.2001 19:37
   
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Stammbaum der Maria Elisabeth Timmermann
 
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Maria Elisabeth Vogel,
geb. Timmermann,
verw. de Boor
* 1746 † 1810
Malerin


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Porträt der Familie
Timmermann,
J. H. Tischbein d. Ä. ,1758.

Maria Elisabeth Timmermann, geb. 04.07.1746 in Hamburg, gest. 13.04.1810 ebd., Tochter des in dritter Ehe vermählten Hamburger Weinhändlers Joachim Timmermann und der Elisabeth Negenborn.
Der vermögende Kaufmann gehört mit der kinderreichen Familie zu angesehenen Leuten in Hamburg.
Der Maler Johann Heinrich Tischbein d. Ä. (1722-1789), der Kassel während der franz. Besetzung im Siebenjährigen Krieg verließ und in Hamburg weilte, malte 1758 die Familie Timmermann auf ihrem Anwesen.
Zwanzigjährig heiratet Maria Elisabeth 1766 den Weinhändler Johann Abraham de Boor (1732-1799). Ihre drei Kinder Johanna Cornelia, Cäcilie Charlotte und Carl Friedrich blieben wohl in Hamburg, als die Malerin 1777 auf die Kasseler Kunstakademie ging. Hier trifft sie Tischbein d. Ä. wieder, der als Professor an der Akademie lehrt. Im Oktober 1780 erhält sie die Ehrenmitgliedschaft der Kunstakademie und kehrt mit Diplom nach Hamburg zurück.

"Die zu ihrer Zeit überaus geschätzten Künstlerin war besonders als Porträtistin anerkannt und malte treffliche Miniaturen. Auch hatte sie Klopstock, der mit ihr wohlbekannt war, in fast vollkommener Lebensgröße (Kniestück) dargestellt."
[1]

Neben dem Altarblatt in der Hamburger Waisenhauskirche, schuf sie eine Reihe von Gemälden und auch Gipsskulpturen.
Nachdem Tode ihres Mannes heiratete sie 1801 den Lizentiaten Friedrich Gerhard Vogel († 1814), der ein bekannter Advokat war und zog nach Dockenhuden. In dem 1800 erbauten Landhaus lebten sie mit den drei Kindern, ehe sie 1810 starb.

 
   
"Auf dem von Tischbein dem älteren 1758 gemalten, in unserem Besitz befindlichen Timmermannschen Familienbild ist sie das Kind im gelben Kleide. Nach der Tradition ist der im Hintergrunde stehende Herr mit der Schnupftabaksdose der Maler selbst."
Albert de Boor (1852-1945)
 
   


Das Gemälde ist heute im Besitz der Neuen Galerie Kassel.

 
     
       
    Quellen und verwendete Literatur:  
   

[1] " Paul Th. Hoffmann: Die Elbchaussee. Ihre Landsitze, Menschen und Schicksale

 
   

Erinnerungen aus der Jugendzeit von Albert de Boor

 
   

Archiv der Familie de Boor

 
   

Landesarchiv Schleswig-Holstein

 
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