10.11.2001 19:31
   
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Friedrich Gottlieb
Klopstock
* 1724 † 1803
Dichter


Gemälde von E. de Boor 1792

Friedrich Gottlieb Klopstock, geb. 2.7.1724 in Quedlingburg, gest. 14.03.1803 in Hamburg, Sohn des in Quedlingburg ansässigen Juristen Gottlieb Heinrich Klopstock und der Kaufmannstochter Anna Maria Schmidt aus Langensalza. Nach theologischem Studium in Jena Hinwendung zum Dichterberuf; durch Titularanstellung und Gehaltszahlung seitens des dänischen Königs von Brotberuf befreit, seit 1751 als Dichter in Kopenhagen, seit 1770 in Hamburg ansässig. 10.06.1754 erste Heirat mit der Hamburger Kaufmannstochter (Meta) Margareta Möller (gest. 1758). 30.10.1791 zweite Eheschließung mit der Hamburger Kaufmannstochter Elisabeth Dimpfel, verw. von Winthem, einer Nichte seiner ersten Frau. Durch seinen "Messias" der gefeierte deutschsprachige Dichter seiner Zeit.

Noch zu Lebzeiten gab es in Hamburg einen wahren Kult um den Dichter. Zum Begräbnis Klopstocks im Hamburger Stadtteil Ottensen kamen Zehntausende.
Charlotte de Boor schreibt am 19. März 1803 an ihren in Paris weilenden Bruder: "... Morgen früh fahren Mutter und Hanchen nach Altona um Klopstocks Leichenfeier in der Kirche zu Ottensen mit anzusehen. Schwanke hat eine eigene Musik dazu gefertigt, viele junge Mädchen - unter anderem Heisen, Gaben, Momsens - werden singen. Die Folge wird außerordentlich groß werden das Ganze wahrscheinlich sehr feierlich... das diplomatische Corps, von Hamburgern wer Lust hat, der altonaer Rath, das altonaer Militär, wird mitgehen. Ich habe ein Heer von Gründen warum ich zu Hause bleibe..."


[...] Wie sich den Dichter seine Bewunderer in Hamburg vorstellten, vermag vielleicht am ehesten das von Maria Elisabeth de Boor 1792 geschaffene Bildnis zu veranschaulichen die ihn vor der Büste Homers in schlichter Gewandung als christliche Wiederverkörperung des antiken Poeta vates, von einem Blatt die deutlich lesbaren und auf seine geistige Mission bezogenen Verse aus seiner Ode "Der Abschied" deklamierend darstellt. Die Malerin gehörte vermutlich zu der von Klopstock begründeten "Lesegesellschaft", die den engen Zirkel der Klopstock–Verehrer unfaßte und dürfte damit der Hamburger Auffassung eines "idealen" Porträts am nächsten gekommen sein.[1]
Das Gemälde befindet sich heute im Besitz des Museums für Hamburger Geschichte.

 
   

 
   

 

 
    Quellen und verwendete Literatur:  
   

Archiv der Familie de Boor

 
   

Museum für Hamburger Geschichte

 
    [1] Gesichter und Persönlichkeiten, Gisela Jaacks  
       
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