09.10.2002 23:30
   
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Stammbaum des Hans-Otto de Boor
 
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Dr. Hans-Otto de Boor
* 1886 † 1956
Rechtswissenschaftler

Hans-Otto de Boor, geb. 09. September 1886 in Schleswig, gest. 10. Februar 1956 in Göttingen; Sohn des Archivardirektors Albert de Boor (1852-1945) und der Kathinka Mommsen (1857-1943), Tochter des Johannes Tycho Mommsen.

Er begann mit dem Studium der Geschichte und der Kunstgeschichte, wandte sich dann der Rechtswissenschaft zu und studierte in Heidelberg, Berlin und Grenoble. Nach den beiden juristischen Staatsprüfungen habilitierte er sich im Winter 1916/17 an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät in Greifswald. Thema seiner Arbeit war das "Urheber- und Verlagsrecht".
Als Privatdozent erhielt er 1917 einen Lehrauftrag in Göttingen und wurde 1919 nach Göttingen umhabilitiert; im Jahre 1921 wurde er als Ordinarius nach Frankfurt berufen, kam von dort 1934 nach Marburg und 1935 nach Leipzig. Im Jahre 1950 kehrte er an die Göttinger Hochschule zurück.

H.-O. de Boor hatte sich volle vierzig Jahre der deutschen Urheberrechtsreform verschrieben, zuletzt als Mitglied der Sachverständigenkommission beim Bundesjustizministerium. Die "Lettres d´Allemagne" aus seiner Feder waren für das In- und Ausland ein Begriff.


 
       
   

Veröffentlichungen u. a. :

 
   

1. Urheber- und Verlagsrecht - Stuttgart: Kohlhammer, 1917

 
2. Die Entscheidung nach Lage der Akten: ein Beitrag zur Lehre von der     Schriftlichkeit im neuen Zivilprozeß - Mannheim [u.a.]: Bensheimer, 1924
3. Die Deutsche Rentenbank und das Privatrecht: eine Studie über die Grenzen     zwischen bürgerlichen und öffentlichem Recht - Berlin: Heymann, 1924
4. Die Kollision von Forderungsrechten - Berlin: Industrieverl. Spaeth & Linde,    1928
5. Vom Wesen des Urheberrechts: kritische Bemerkungen zum Entwurf eines     Gesetzes über das Urheberrecht an Werken der Literatur, der Kunst und der     Photographie - Marburg: Elwert, 1933
6. Die Methode des englischen Rechts und die deutsche Rechtsreform: Vortrag ;     gehalten in der Frankfurter Arbeitsgemeinschaft für Rechtsreform - Berlin:     Vahlen, 1934
7. Zur Reform des Zivilprozesses: vom Sinn staatlicher und ständischer     Gerichtsbarkeit; Antrittsvorlesung, gehalten vor der Leipziger Juristenfakultät     - Leipzig: Weicher, 1938
8. Die Auflockerung des Zivilprozesses: ein Beitrag zur Prozeßreform - Tübingen:     Mohr, 1939
9. Rechtsstreit, einschließlich Zwangsvollstreckung: ein Grundriss - Berlin: Junker     u. Dünnhaupt, 1940
10. Zwangsvollstreckung, Konkurs, Vergleich - 2., völlig neubearb. u. verb. Aufl.      - Berlin [u.a.]: Industrieverl. Spaeth & Linde, [1940]
11. Zur Lehre vom Parteiwechsel und vom Parteibegriff - Sonderausg. - Leipzig:      Weicher, 1941
12. Gerichtsschutz und Rechtssystem: ein Beitrag zum Kampfe gegen das      aktionenrechtliche Denken - Leipzig: Weicher, 1941
13. Bürgerliches Recht - Wiesbaden: Gabler, 1954
14. Zivilprozeßrecht - Wiesbaden: Gabler, 1961
  

   

    Quellen und verwendete Literatur:  
   

Aus dem Nachruf der Georg-August-Universität Göttingen 1956, sowie dem Nachruf von Georg Roeber und dem Familienarchiv.

 
   

 

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