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Dr.
Hans-Otto de Boor
* 1886 1956
Rechtswissenschaftler
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Hans-Otto de Boor, geb. 09. September 1886 in Schleswig, gest. 10. Februar
1956 in Göttingen; Sohn des Archivardirektors Albert de Boor (1852-1945)
und der Kathinka Mommsen (1857-1943), Tochter des Johannes Tycho Mommsen.
Er begann mit dem Studium der Geschichte und der Kunstgeschichte, wandte
sich dann der Rechtswissenschaft zu und studierte in Heidelberg, Berlin
und Grenoble. Nach den beiden juristischen Staatsprüfungen habilitierte
er sich im Winter 1916/17 an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen
Fakultät in Greifswald. Thema seiner Arbeit war das "Urheber-
und Verlagsrecht".
Als Privatdozent erhielt er 1917 einen Lehrauftrag in Göttingen und
wurde 1919 nach Göttingen umhabilitiert; im Jahre 1921 wurde er als
Ordinarius nach Frankfurt berufen, kam von dort 1934 nach Marburg und
1935 nach Leipzig. Im Jahre 1950 kehrte er an die Göttinger Hochschule
zurück.
H.-O. de Boor hatte sich volle vierzig Jahre der deutschen Urheberrechtsreform
verschrieben, zuletzt als Mitglied der Sachverständigenkommission
beim Bundesjustizministerium. Die "Lettres d´Allemagne"
aus seiner Feder waren für das In- und Ausland ein Begriff.
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Veröffentlichungen
u. a. :
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1. Urheber- und Verlagsrecht - Stuttgart: Kohlhammer, 1917
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2.
Die Entscheidung nach Lage der Akten: ein Beitrag zur Lehre von der Schriftlichkeit
im neuen Zivilprozeß - Mannheim [u.a.]: Bensheimer, 1924 |
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3.
Die Deutsche Rentenbank und das Privatrecht: eine Studie über die Grenzen
zwischen bürgerlichen und öffentlichem Recht - Berlin:
Heymann, 1924 |
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4.
Die Kollision von Forderungsrechten - Berlin: Industrieverl. Spaeth & Linde,
1928 |
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5.
Vom Wesen des Urheberrechts: kritische Bemerkungen zum Entwurf eines Gesetzes
über das Urheberrecht an Werken der Literatur, der Kunst und der Photographie
- Marburg: Elwert, 1933 |
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6.
Die Methode des englischen Rechts und die deutsche Rechtsreform: Vortrag
; gehalten in der Frankfurter Arbeitsgemeinschaft
für Rechtsreform - Berlin: Vahlen, 1934 |
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7.
Zur Reform des Zivilprozesses: vom Sinn staatlicher und ständischer Gerichtsbarkeit;
Antrittsvorlesung, gehalten vor der Leipziger Juristenfakultät -
Leipzig: Weicher, 1938 |
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8.
Die Auflockerung des Zivilprozesses: ein Beitrag zur Prozeßreform - Tübingen:
Mohr, 1939 |
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9.
Rechtsstreit, einschließlich Zwangsvollstreckung: ein Grundriss - Berlin:
Junker u. Dünnhaupt, 1940 |
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10.
Zwangsvollstreckung, Konkurs, Vergleich - 2., völlig neubearb. u. verb.
Aufl. - Berlin [u.a.]: Industrieverl. Spaeth
& Linde, [1940] |
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11.
Zur Lehre vom Parteiwechsel und vom Parteibegriff - Sonderausg. - Leipzig:
Weicher, 1941 |
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12.
Gerichtsschutz und Rechtssystem: ein Beitrag zum Kampfe gegen das aktionenrechtliche
Denken - Leipzig: Weicher, 1941 |
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13.
Bürgerliches Recht - Wiesbaden: Gabler, 1954 |
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14.
Zivilprozeßrecht - Wiesbaden: Gabler, 1961 |
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Quellen
und verwendete Literatur: |
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Aus
dem Nachruf der Georg-August-Universität Göttingen 1956, sowie
dem Nachruf von Georg Roeber und dem Familienarchiv.
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