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Dr.
med. Franz Daniel
Hagelstein
* 1771 1832
Chirurg und Justizrath
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Franz
Daniel H a g e l s t e i n, geb. 03.05.1771 in Lübeck, gest. 24.01.1832
in Oldesloe. Sohn des Lübecker Stadtchirurgen Barthold Zacharias
Hagelstein (1737-1779) und der Kaufmannstochter Sara Engel Schultz (1738-178?).
Königl. Dänischer wirklicher Justizrath, Ritter des Danebrogordens und
Danebrogsmann.
Nach dem frühen Tod der Eltern wächst der Waise bei einem Onkel
auf. 1788 verließ er das Lübecker Gymnasium und begann in Berlin
ein Studium der medizinischen und chirurgischen Wissenschaften bei Sprögel,
Fritze [Johann Friedrich 1735-1807], Mayer, Walter [Johann Gottlieb
1734-1818], Steage, Gönner, Wurinna, Zencker [Johann Gottlieb 1759-1807]
und Harmstädt, bis er im Frühjahr 1791 eine Stelle als Chirurg bei der
Charité annahm und unter der Leitung des Generalfeldstabschirurgus
Theden erste praktische Übungen erlangte.
Auf dessen Anraten zog er im Frühjahr 1792 mit den Königlich Preußischen
Truppen an den Rhein, diente als Oberchirurg in Frankfurt/M. und zwischen
1794 und 1795 im Hauptquartier des Generalfeldmarschalls von Möllendorf,
mit welchem er im Sommer desselben Jahres nach Berlin zurück ging und
bei vollem Gehalt sein Studium in Halle und Berlin beendete.
Nach seiner Rückkehr nach Lübeck, besuchte er Oldesloe im Holsteinischen,
"welche damals noch keinen Arzt hatte, fand dort eine sehr freundliche
Aufnahme und ließ sich durch die Aufforderungen mehrerer daselbst und
in der Umgegend wohnenden angesehenen Leute bestimmen es zu seinem Wohnsitz
zu wählen."
1797 erhält er die Doctorwürde und führt das zur Ausübung
der freien Praxis notwendige medizinische Kolloquium.
Noch im selben Jahr vermählte er sich in Travensalza mit Sophie Charlotte
Stüve (1778-1857), einer Tochter des Magazin-Schreibers auf der Oldesloer
Saline.
Das häusliche Glück und die Zufriedenheit wurde schrecklich unterbrochen,
als während eines Krankenbesuches auf dem Lande, seine Wohnung und der
größte Teil der Stadt durch eine schnell um sich greifende
Feuersbrunst (22. Mai 1798) zerstört wurden.
Doch das Glück, welches seine Geschäfte als Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer
begleitete, sein heller Blick, seine Bereitwilligkeit jedem Hilfsbedürftigen
auch ohne Vergütung seine Hilfe zu spenden, das allgemeine Zutrauen welches
er als Arzt und Mensch genoß, sicherte ihm eine angenehme Existenz.
Im Januar 1832 ergriff ihn - wahrscheinlich in Folge der Ausübung seiner
Berufspflicht - ein hitziges Nervenfieber, an welchem er am 24ten desselben
Monats erlag.
"Von seinen Angehörigen innig und tief betrauert, von seinen Freunden
und denen die sich seiner ärztlichen Hilfe bedient, schmerzlich vermißt,
ihnen, seinen Zeitgenossen und der Mitwelt zu früh enteilt."
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