13.10.2002 9:24
   
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Stammbaum des Franz Daniel Hagelstein
 
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Dr. med. Franz Daniel
Hagelstein
* 1771 † 1832
Chirurg und Justizrath




Franz Daniel H a g e l s t e i n, geb. 03.05.1771 in Lübeck, gest. 24.01.1832 in Oldesloe. Sohn des Lübecker Stadtchirurgen Barthold Zacharias Hagelstein (1737-1779) und der Kaufmannstochter Sara Engel Schultz (1738-178?).
Königl. Dänischer wirklicher Justizrath, Ritter des Danebrogordens und Danebrogsmann.

Nach dem frühen Tod der Eltern wächst der Waise bei einem Onkel auf. 1788 verließ er das Lübecker Gymnasium und begann in Berlin ein Studium der medizinischen und chirurgischen Wissenschaften bei Sprögel, Fritze [Johann Friedrich 1735-1807], Mayer, Walter [Johann Gottlieb 1734-1818], Steage, Gönner, Wurinna, Zencker [Johann Gottlieb 1759-1807] und Harmstädt, bis er im Frühjahr 1791 eine Stelle als Chirurg bei der Charité annahm und unter der Leitung des Generalfeldstabschirurgus Theden erste praktische Übungen erlangte.

Auf dessen Anraten zog er im Frühjahr 1792 mit den Königlich Preußischen Truppen an den Rhein, diente als Oberchirurg in Frankfurt/M. und zwischen 1794 und 1795 im Hauptquartier des Generalfeldmarschalls von Möllendorf, mit welchem er im Sommer desselben Jahres nach Berlin zurück ging und bei vollem Gehalt sein Studium in Halle und Berlin beendete.

Nach seiner Rückkehr nach Lübeck, besuchte er Oldesloe im Holsteinischen, "welche damals noch keinen Arzt hatte, fand dort eine sehr freundliche Aufnahme und ließ sich durch die Aufforderungen mehrerer daselbst und in der Umgegend wohnenden angesehenen Leute bestimmen es zu seinem Wohnsitz zu wählen."

1797 erhält er die Doctorwürde und führt das zur Ausübung der freien Praxis notwendige medizinische Kolloquium.
Noch im selben Jahr vermählte er sich in Travensalza mit Sophie Charlotte Stüve (1778-1857), einer Tochter des Magazin-Schreibers auf der Oldesloer Saline.

Das häusliche Glück und die Zufriedenheit wurde schrecklich unterbrochen, als während eines Krankenbesuches auf dem Lande, seine Wohnung und der größte Teil der Stadt durch eine schnell um sich greifende Feuersbrunst (22. Mai 1798) zerstört wurden.

Doch das Glück, welches seine Geschäfte als Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer begleitete, sein heller Blick, seine Bereitwilligkeit jedem Hilfsbedürftigen auch ohne Vergütung seine Hilfe zu spenden, das allgemeine Zutrauen welches er als Arzt und Mensch genoß, sicherte ihm eine angenehme Existenz.

Im Januar 1832 ergriff ihn - wahrscheinlich in Folge der Ausübung seiner Berufspflicht - ein hitziges Nervenfieber, an welchem er am 24ten desselben Monats erlag.
"Von seinen Angehörigen innig und tief betrauert, von seinen Freunden und denen die sich seiner ärztlichen Hilfe bedient, schmerzlich vermißt, ihnen, seinen Zeitgenossen und der Mitwelt zu früh enteilt."

 
 


 
   

 

 
    Quellen und verwendete Literatur:  
    Archiv der Familie de Boor Abt. 399.9 de Boor Nr. 31
 
    Auszug aus den "Lebensbeschreibung meines geliebten seligen Vaters von ihm selbst geschrieben"  
    Aufzeichnungen seines Schwiegersohnes Carl Friedrich de Boor und dessen Sohn Carl de Boor  
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