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Claus
Hermann de Boor
* 1848 1889
Schlachtenmaler
Hermann de Boor, ca. 1880
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Geboren am 12.12.1848 in Hamburg, Sohn des Hamburger Juristen Claus de
Boor und der Senatorentochter Amalie Siemsen.
Aus gesundheitlichen Gründen erfolgt die Erziehung nicht in einer Schule,
sondern im elterlichen Hause. Schon früh zeigten sich bei ihm die außerordentlichen
künstlerischen Anlagen, sowohl für die bildende Kunst als auch für die
Musik. Erstere bildete der Zeichenlehrer Ehrich aus, in der Musik wurde
er von dem Musiker Fritz Schmidt, einem Schüler des Hofkapellmeisters
Louis Spohr unterrichtet. 1869 Umzug nach Düsseldorf und Studium an der
dortigen Akademie. Der Historienmaler Wilhelm Camphausen, der ihn als
Privatschüler aufnimmt und auch Wohnung
und Atelier stellt, erfolgt die künstlerische Ausbildung.
Sein Bestreben war von Anfang an auf das Soldatenleben gerichtet. Mit
unermüdlichem Fleiße suchte sich der Schüler das was der Meister ihm zunächst
zu geben hatte, Richtigkeit und Genauigkeit der Zeichnung. Auch als er
mit der „Szene aus der Schlacht von Sedan“ sein erstes, selbständiges
Bild geliefert hatte, blieb er noch Jahre lang in Camphausens Hause und
wußte die reiche Erfahrung des älteren Künstlers für sein Streben nach
weiterer Vollendung zu nutzen. Er widmete sich dem Fach der Historienmalerei,
speziell der Schlachtenmalerei, die die Siege der preußischen Armeen von
den napoleonischen bis zu dem deutsch-französischen Krieg feierte. Größere
Aufträge die meist von militärischer Seite erfolgen, flossen ihm bei seinem
zurückgezogenen Leben nicht zu. Ein Wettlauf mit anderen Künstlern widerstrebte
seiner Natur durchaus, womit sich die geringe Zahl der ausgeführten Bilder
im Verhältnis zu den zahlreichen Entwürfen erklärt.
1880 Rückkehr nach Hamburg. Im Atelier, das sich im Garten des Elternhauses
befand, kann er nur noch wenige Bilder vollenden, auf musikalischem Gebiet
warf er sich auf die Komposition von Liedern, wozu er die Texte meist
selbst dichtete. Eine beginnende Augenkrankheit und eine 1875 erstmals
ausbrechende Tuberkulose hinderten ihn mehr und mehr an der Fertigstellung
seiner Entwürfe.
Im August 1888 heiratet Hermann de Boor die Malerin Julie
Unna, verw. Ploos van Amstel, die eine beliebte Portraitmalerin der
führenden Hamburger Gesellschaft war. Am 30. November 1889 starb er 40jährig
an den Folgen einer Tuberkulose.
So hat ein reiches Künstlerleben vor der Zeit geendet. Aber die von ihn
geschaffenen Werke bleiben und sichern ihm dauernd ein ehrendes Andenken
in der heutigen Kunst.
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