02.02.2003 13:39
   
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Orte des 19. Jh.
Personen des 19 . Jh.
Stammbaum des 19. Jh.
 
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Friedrich Gerhard Klopstock 1792Villa de Boor 1850der Erste Konsul, Napolen BonarparteBürgereid des Carl Friedrich de Boor 1806Straße 'Kohlhöfen' in Hamburg 1803

 

Nach dem Tode ihres Mannes heiratet Marie Elisabeth de Boor [Stammbaum der Marie Elisabeth de Boor] 1801 den aus Lübeck stammenden Lizentiaten Friedrich Gerhard Vogel, der sich 1765 in Hamburg niedergelassen hatte und eine gut gehende Advokatenpraxis führte. 1803 erwarb Vogel in Dockenhuden - vor den Toren Hamburgs auf dänischem Gebiet - ein Landhaus und ließ durch Baumeister Arens ein Zweites unweit der Elbchaussee bauen, in dem die Familie die Sommermonate verbrachte.

Der Bekanntenkreis war kulturell und intellektuell geprägt. Unter ihnen waren der Dichter Klopstock, der Maler Tischbein, der Direktor des Johanneums J. G. Gürlitt und der Baumeister Arens; man ging in die Oper, fuhr zu Godefroy zum Schauspiel, besuchte eine Lesegesellschaft oder zu einen der vielen Bälle bei denen die Neuigkeiten aus Paris ausgetauscht wurden.

Carl Friedrich de Boor [Stammbaum des Carl Friedrich de Boor] hielt sich im Frühjahr 1803 in Paris auf und berichtet in Briefen an seine Schwester Charlotte [Stammbaum der Charlotte de Boor] von den Museen, Theatern und dem gesellschaftlichem Leben:
"Am Dienstag habe ich endlich Bonaparten zuerst gesehen; in der Oper. Es war Tamerlan und das neueste Ballet Daphis und Pandrose gegeben. Ganz unerwartet kam er von ihr begleitet gegen das Ende des 2ten Acts. Allgemeines Hände Klatschen. Ich kanns nicht sagen wie es mich ergriff. Er sitzt im ersten Rang in der Loge auf der Vorbühne. Sie ist mit rohten goldgestückten Gardinen und Decke devrirt. Aus dem Parquet konnte ich ihn ziemlich aber doch nicht ganz deutlich fassen, daß er so blas aussieht, rührt wohl zum Theil von der düsteren Einfassung, dem dunkeln Haar, der schwarzen Binde, der dunkelblauen national Garden Uniform. Während der Vorstellung sprach er zur Seite und hinter sich und nicht wie andere ehrliche Leute, wenn sie sehen wollen und mit sehr natürlichem Anstande. So verbeugte er sich auch am Ende vor dem Weggehen zweimal gegen die einstimmig Beyfall rufende und klatschende Versammlung."

1806 erwirbt der junge Carl Friedrich de Boor die Bürgerrechte und heiratet Johanna Amsinck [Stammbaum der Johanna Elisabeth Amsinck], Tochter des Hamburger Bürgermeisters Wilhelm Amsinck. Sie schenkt im drei Kinder (Wilhelm [Stammbaum des Wilhelm de Boor], Carl [Stammbaum des Carl de Boor] und Johanna Elisabeth [Stammbaum der Johanna de Boor]), doch die glückliche Ehe findet mit dem frühen Tod der Ehefrau 1812 ein jähes Ende. Nach dem Tod lehnt er die ihm angebotene Stellung als Syndikus der Stadt Hamburg ab und zieht sich von allen Geschäften zurück.
Als Privatier lebt er von dem geerbten Vermögen seines Stiefvaters, heiratet 1816 die Tochter des Senators Claus Hinrich Sonntag [Stambaum des Claus Hinrich Sonntag], doch auch sie stirbt bereits nach einigen Jahren.
1821 folgt eine dritte Ehe mit Elisabeth Hagelstein [Stambaum der Elisabeth Hagelstein], einer Tochter des Chirurgen und Mitbegründer des Oldesloer Bades Franz Daniel Hagelstein [Stammbaum des Franz Daniel Hagelstein].

Die in der Stadt Hamburg ausbrechende Cholera veranlasste die Familie 1831 nun auch die Winter über in Dockenhuden zu bleiben, bis sie mit ihren 6 Kindern 1834 nach Oldesloe zogen.
Die Söhne aus 1. Ehe studierten die Rechte und ließen sich zunächst als Advokaten in Hamburg nieder. Sie heirateten 1839 die beiden Töchter des Hamburger Kaufmanns und Kämmerschreibers Gerhard Gabriel Schwartze - Auguste [Stammbaum der Auguste Schwartze] und Caroline Schwartze [Stammbaum der Caroline Schwartze] und ließen sich am Borgesch in St. Georg nieder, während Claus de Boor [Stammbaum des Claus de Boor] 1848 die Senatorentochter Amalie Siemsen [Stammbaum der Amalie Siemsen] heiratete und sich gleichfalls als Advokat in Hamburg (Raboisen 9) versuchte.


 
 

 

 
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