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Der 2. Sohn des Peter Debohr [ ],
Isaac [ ]-
ein gelernter Weinverlasser - kehrt Hanau den Rücken und zieht nach
Hamburg. Hier wurde er in der Deutsch evangelisch-reformierten Gemeinde
als Isaac de Boor am 20. Mai 1731 mit der Anna Metta Meyer kirchlich getraut.
Isaac ließ sich am 15. Juni 1737 in das Register der Axt & Weinverlasser
eintragen und unterzeichnet selbst als Isaac Deboor. Er hatte schon vier
Kinder, den ältesten Sohn Johann Abraham [ ],
dann Jakob Hartwig; geb. 1734; anschließend Johann Isaak und Johann Jakob,
die aus nicht bekannten Gründen auswanderten. Der eine nahm seine Violine
mit nach Amerika, der andere zog nach Rußland. Drei weitere Kinder wuchsen
in Hamburg auf: Sarah Katharina, geb. 1738; der jüngste Sohn Johann Friedrich
[ ]
und spätere Mitbegründer einer "Hamburger Gesellschaft zur Förderung
der Künste und der nützlichen Gewerbe" (Patriotische
Gesellschaft von 1765); das Schlußlicht Anna Maria, geb. 1742, und
seit 1766 verheiratet mit einem Hamburger Jochen Erend Baldewein.
Den ältesten Sohn Johann
Abraham de Boor zieht es aus der Stadt, er wird "Hannöverscher
Kriegscommissär im 7jährigen Kriege (1756-63) wobei er wohl reich geworden
war, denn er kam mit großem Aufwande z.B. vierspänniger Equipage und Mohren
nach Hamburg. Hier wurde er Weinhändler, machte aber unglückliche Geschäfte,
und wurde deshalb Buchhalter bei Voght u. Sieveking."
Im November 1766 heiratet Abraham de Boor Marie Elisabeth Timmermann [ ],
die einer vermögenden Hamburger Kaufmannsfamilie entstammt.
Ihr künstlerisches Talent und die Bekanntschaft mit dem Maler Johann
Heinrich Tischbein d.Ä., der die Familie Timmermann bereits 1758 porträtierte,
führte sie an die Kunstakademie
in Kassel. Das 1780 erworbene Diplom und die Ehrenmitgliedschaft der
Akademie mag ihr nach der Rückkehr in Hamburg geholfen haben. Marie
Elisabeth de Boor [ ]
wurde zu einer anerkannten Porträtisten der Hamburger Gesellschaft.
Auch die Anstellung ihres Mannes im Handelshaus Voght und Sieveking war
von Erfolg gekrönt, denn für den hanseatischen Kaufmann und
Wohltäter Johann Caspar Voght reiste Abraham de Boor 1783 nach Philadelphia.
Im Congress überbrachte er persönlich eine Botschaft des Hamburger
Senates an die erste gewählte Regierung der Vereinigten Staaten. Es war
Hamburgs offizielle Gratulation zur amerikanischen Unabhängigkeit.
Die drei Kinder (Johanna [ ],
Charlotte [ ]
und Carl Friedrich [ ])
hatten nur noch wenig von ihrem Vater, denn "Nach der Rückkehr
wurde er trunkfällig in eimem solchen Grad, dass er in Iserlohn in Pension
gegeben werden mußte".
Der Familienchronik nach soll der amerikanische Minister und spätere
Präsident der USA John
Quincy Adams auf einer Europareise um die Hand der Johanna Cornelia
de Boor [ ]
angehalten haben, "dies aber von den Verwandten nicht gebilligt
worden, und so die Sache nicht zustande gekommen sei. Dies scheint sie
sehr verbittert zu haben so daß mit ihren Verwandten und besonders Geschwistern
gar kein, vielleicht selbst ein feindliches Verhältnis bestand."
Das jüngste Kind Carl Friedrich [ ]
studiert in Göttingen die Rechte als der Vater 1799 stirbt.
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