02.02.2003 13:03
   
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Chronik des 17. Jh. Teil 1
Orte des 17. Jh.
Personen des 17. Jh.
Stammbaum des 17. Jh.
 
Chronologie
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Jean Calvin 1509-1564Hugenottenflucht in EuropaPredigt in der WüsteHugenottentempelBartholomäusnacht

 

Drei Jahrzehnte später lebten bereits über 700 Familien, d.h. rund 3500 Personen, in der Neustadt Hanau. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648), Belagerungen und die auftretenden Pest verschlimmerten die wirtschaftliche Situation der Bewohner. Erst Jahre später verbessern sich die Lebensunstände der Einwohner wieder. Unter ihnen ist nun auch Heinrich d e  B o o r (auch Dubor). Er ist gelernter Walkmüller, ein bei der Tuchherstellung hilfreiches Handwerk. Dazu nahm man damals die Walkerde, eine Tonsorte, die das Verfilzen förderte, heute durch andere Mittel abgelöst und nur zum Entfernen von Fetten und Ölen verwendet. Man nannte den aufwendigen Arbeitsvorgang damals abgekürzt ein Walken, das Tuch durch Druck oder Stoß, unter Zugabe dieser graubraunen Tonsorte, zusammenstauchen.
Heinrich ist wie viele Hanauer Flüchtlinge Mitglied der reformierten Kirche, die sich auf Calvin beruft. In der Stadt trifft er auf Gleichgesinnte, die sich zur Seeligkeit oder Verdammnis schon unabwendbar auf Erden vorherbestimmt sehen, abzulesen an einem gut oder schlecht vollbrachten Werk, einbezogen den nachprüfbar wirtschaftlichen Erfolg. Hinzu kommt eine abweichende Auffassung vom Abendmahl, außerdem strenge Kirchenzucht und schlichte Gottesdiensform, die Leitung verteilt auf Prediger, Ältesten, Diakon und Lehrer.

Von einer Heirat ist nichts überliefert, nur ein Sohn wird aktenkundig. Heinrich wird namentlich genannt in dem Traubuch der St. Marienkirche, festgehalten am 12. Februar 1700 als Heinrich Dubor, ein schon verstorbener Walckmüller allhier, bei der Trauung seines Sohnes Peter Dubor ohne - und leider nicht üblich - die andere Ehehälfte und vielleicht noch lebende oder auch schon verstorbene Frau von Heinrich namentlich zu erwähnen.

 
 

 

 
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