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02.02.2003 13:08
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Chronologie
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In
vielen Teilen Europas herrscht seit dem 16. Jahrhundert Flucht, Verfolgung
und Bürgerkrieg. Das Glaubensbekenntnis der Menschen wird durch den
Adel oder fremden Besatzern bestimmt, die sich allein durch politische und
wirtschaftliche Interessen leiten lassen. So finden die Lehren L u t h e
r s (1483-1546) und Jean C a l v i n s (1509-1564) in einigen Gebieten starken
Zulauf, während sie anderswo als Ketzerei und unter Androhung der Todesstrafe
verboten werden. In Frankreich führen religiöse Gegensätze und politische Rivalitäten mit der katholischen Partei zu Auseinandersetzungen mit den Hugenotten (franz. Protestanten). 1572 sucht Heinrich der IV. den Ausgleich mit der katholischen Partei und heiratet die Schwester des französischen Königs Karl IX. Durch eine Intrige werden die anläßlich der Hochzeit in Paris weilenden rund 2000 Führer des hugenott. Adels in der Nacht ermordet. Noch Tage danach werden tausende Hugenotten verfolgt und getötet. Papst Gregor XIII feiert die Nachricht mit einem Lobgesang. Die Hochzeit am Bartholomäustag geht später als Pariser Bluthochzeit oder auch Bartholomäusnacht in die Geschichte ein. Die Unterdrückung des reformierten Glaubens in den spanischen Niederlanden durch Kaiser Karl V. und seinen Nachfolgern führte zu einer weiteren Emigrationswelle. Die dadurch entfachte Wanderbewegung reformierter Niederländer und Wallonen führte besonders nach Deutschland, wobei Frankfurt eine der wichtigsten Zufluchtsstätten war. Seit 1554 siedelten Flüchtlinge aus den spanischen Niederlanden in Frankfurt. Dabei ergaben sich ständig Schwierigkeiten mit dem lutherischen Rat der Stadt. Nach der Eroberung Antwerpens 1585 durch die Spanier kamen reiche Kaufleute, die Tuchhändler und Textilarbeiter dieser großen Handelsstadt nach Frankfurt, wodurch Frankfurt erst zu einem internationalen Handelszentrum wurde. Gegen die Neubürger regte sich bald Widerstand bei den lutherischen Patriziern und Zünften, der in einem 1596 ausgesprochenen Religionsverbot seinen Höhepunkt fand. In dieser Situation suchten die Frankfurter Reformierten Kontakt zu dem ebenfalls reformierten Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau. Ab August 1596 verhandelten der Graf und die Frankfurter Reformierten mit dem Ziel, eine neue Stadt Hanau zu gründen. Am 1. Juni 1597 wurde die Kapitulation, die Gründungsurkunde der Neustadt Hanau, unterzeichnet. |
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15xx-1650 >>
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