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Dr.
jur. Carl Friedrich
de Boor
* 1776 1848
Advokat
Carl Friedrich de Boor
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Carl
Friedrich d e B o o r, geb. 14.05.1776 in Hamburg, gest. 07.05.1848
in Oldesloe. Sohn des Weinhändler und Buchhalter Johann Abraham de
Boor und der Malerin Maria Elisabeth Timmermann.
Er kommt bereits früh beim Rektor des Hamburger Johanneums A.A.H.
Lichtenstein in Pension. Nach dem Studium der Rechte in Göttingen
1796-1799 Rückkehr nach Hamburg in die Advokatur seines Stiefvaters
Friedrich Gerhard Vogel. Für diesen reist er 1803 für mehrere
Monate nach Paris und lernt dort verschiedenen damalige Nobilitäten
kennen.
Verheiratet in erster Ehe 09.09.1806 mit der Bürgermeistertochter
Johanna Elisabeth Amsinck. Nach deren frühen Tod (gest. 1812) lehnt
er die ihm angebotene Stellung als Syndicus der Stadt ab und zieht sich
von allen Geschäften zurück.
1816 zweite Ehe mit Johanna Cornelia Sonntag (gest. 1820), Tochter des
Senators Claus Hinrich Sonntag und der Sophia Magdalena Kopp.
1821 dritte Ehe mit der Oldesloer Chirurgentochter Johanna Luise Elisabeth
Hagelstein (1798-1891).
Nach dem Tode seines sehr vermögenden Stiefvaters lebte er dann "im
Winter in Hamburg und im Sommer in dem von Liz. Vogel ererbten Gartenhause
in Dockenhuden, bis ihn im Herbst 1831 die ausbrechende Cholera veranlasste
auch den Winter auf dem Garten zu bleiben. So lebte er ganz draussen,
bis Nov. 1834. Von da an nahm er mit Frau und Kindern dritter Ehe seinen
Aufenthalt ganz in Oldesloe. Ohne besondere Schicksale verbrachte er hier
seine übrige Lebenszeit, im Frühjahr 1847 bekam er die ersten Spuren von
Wassersucht und nach etwa einjähriger, zum Glücke nicht schmerzlicher
Krankheit, starb er am 7. Mai 1848."
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